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Philippsheim  -  im Wechsel der Nationen  -
 
mal Österreicher  -  mal Luxemburger  -  mal Franzosen  -  dann Preußen


Philippsheim ist das jüngste Dorf des ehemaligen Kreises Bitburg mit eigener Gemarkung.

Zur Zeit der Dorfgründung 1720 gehörte Luxemburg zu Österreich. Der Tiroler Johann Hendle aus Kappl war Österreicher. Wie viele andere Handwerker aus Tirol zog es ihn damals in das luxemburgische Gebiet, wo sie Arbeit fanden.

Kaiserin Maria Theresia ließ 1766 Steuerlisten erstellen und eine Volkszählung durchführen.

Französische Truppen belagerten 1794 die Festung Luxemburg. Im Juni 1795 fiel die Festung. Von dieser Zeit bis zum Wiener Kongress wurde auch Philippsheim französisch. Damals wurden die Standesämter eingeführt. Philippsheim unterstand dem Standesamt Ordorf, Kanton Dudeldorf im Wälderdepartement. Ab 1797 durften die Bewohner des Ortes den Bürgermeister selbst wählen.

Nach dem Sturz Napoleons besetzten nun vorübergehend hessische Truppen das Gebiet.

Durch Beschluss des Wiener Kongresses vom 09.06.1815 musste Luxemburg die Gebiete jenseits der Mosel, der Sauer und Our an Preußen abtreten. Alle Männer zwischen 17 und 40 Jahren unterlagen nun der Landwehrpflicht und hatten sich in Stammlisten einzutragen. Um sich der Wehrpflicht zu entziehen aber auch um der Armut der Heimat zu entfliehen, wanderten etwa 20 Personen des Ortes nach Amerika aus.

Die Preußen bauten von 1864 bis 1871 die Eifelbahn (wikipedia)  Köln - Trier mit vielen Tunnels. Diese verkehrstechnische Erschließung
brachte einen bescheidenen Aufschwung in den Steinbrüchen und der Forstwirtschaft.
Nach dem 1. Weltkrieg war es damit wieder zu Ende.  Bald darauf folgte der 2.Weltkrieg und die Bewohner suchten Zuflucht vor
den Bomben im Eulentunnel, denn die Häuser hatten keine Luftschutzkeller.

Heute ist unser Dorf als Gemeinde Philippsheim Teil der Verbandsgemeinde Speicher im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz.

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