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Wasserversorgung



Die Bemühungen um eine eigene, zentrale Wasserversorgung reichen zurück bis in das Jahr 1912. Damals wird mit Schürfarbeiten begonnen, um eine ausreichende Quelle ausfindig zu machen. Bei 34 Haushaltungen in 30 Häusern, 173 Einwohner und einem Viehbestand von 7 Pferden und 80 Stück Rindvieh sind nach dem Gutachten des Kreisarztes :
"kein öffentlicher Brunnen, nur 5 private Brunnen, die meist trübes Wasser führen, der beste beim Ortsvorsteher Minden; nicht ausreichend, vorhanden".
Zunächst ist eine Quelle in Aussicht genommen, die unweit von Philippsheim in einer Mulde in Richtung Gondorf entspringt. Der Gemeinderat beschließt, die zentrale Wasserversorgung durch benutzen dieser Quelle auszuführen, wenn ihm ⅓ der Kosten als Beihilfe gewährt wird. Inzwischen ergibt sich, dass die Quelle nur etwa 13 m³ pro Tag schüttet, der Bedarf aber jetzt bereits über 14 m³ pro Tag liegt.
Die Quelle ist unzureichend !

Inzwischen hat der 1. Weltkrieg begonnen.

1927 wird das Projekt "Wasserversorgung" wieder aufgegriffen. Mit der Gemeinde Gondorf, die Eigentümerin der Quellparzelle ist, soll über den Ankauf verhandelt werden. Gondorf verlangt 1.500.-- RM, Philippsheim ist nicht bereit mehr als 500,-- RM einschließlich aller Nebenkosten zu zahlen. Bevor die landespolizeiliche Genehmigung erteilt wird, erfolgt eine weitere Messung der Quelle. Sie ergibt nur 11,5 m³ pro Tag und genügt damit nicht dem Bedarf. Inzwischen schreibt man das Jahr 1933. Der Antrag auf Ausbau  der Wasserversorgung und der Zuschußantrag aus dem sogenannten damaligen Westfonds erfolgt auch 1936 noch nicht, da der prüfungsfähige Entwurf noch fehlt.
1937 ist es dann soweit: der Plan wird fallengelassen. Die Regierung beabsichtigt, den Ort an das geplante Gruppenwasserwerk Hüttingen-Metterich anzuschließen.

Seit 2003 wird Philippsheim durch die "Verbandsgemeindewerke Speicher" mit Wasser versorgt.


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