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Auf die Kapelle sind wir stolz  -  sie gehört  u n s !




Der Baumeister Johann Hendle aus Tirol heiratete 1738 eine Tochter des Gründerehepaares von Philippsheim und errichtete im gleichen Jahr hier ein Haus.

Er plante und baute danach mit Hilfe der ganzen Familie das Kapellchen. Es hatte zunächst keinen Turm und war mit Stroh gedeckt. Um 1850 wurde ein Schieferdach aufgelegt, eine Türmchen errichtet und eine kleine Glocke angeschafft. 4 Fenster mit Bleiverglasung sorgten für Lichteinfall in den Innenraum. Sandsteinplatten bedeckten den Boden. Die Wände waren glatt verputzt und hatten keinerlei Bemalung.

Auf einem einfachen Altar, der erst nachträglich ein Tabernakel erhielt, standen die aus Holz geschnitzten Heiligenfiguren St. Nikolaus und St. Antonius. Große Kreuzwegstationen hingen an den Wänden. über der Eingangstür außen befand sich schon damals die aus Sandstein gefertigte und bemalte Statue des Hl. Philippus.

Fromme Dorfbewohner stifteten nach 1900 einen Altarstein, Heiligenfiguren und eine kleine Glocke (2. Glocke? Albert fragen).

Im Juni 1925 konnte erstmals eine heilige Messe in unserer Kapelle gefeiert werden.

Bild der alten Kapelle
Nach dem 2. Weltkrieg war die Kapelle in einem desolaten Zustand und Sanierungen waren notwendig. Zwei Privatpersonen Philippsheims ergriffen die Initiative und fanden große Unterstützung im Ort. Die meisten Bürger wünschten aber nicht nur die Ausbesserung der Schäden, sie wollten eine Vergrößerung der Kapelle.

Im Januar 1946 fertigte der Architekt Nikolaus Quintus aus Gondorf einen Plan an, der eine Verlängerung der Kapelle um 4 Meter vorsah. Die selbst ernannte “Katholische Filialgemeinde Philippsheim” setzte diesen Plan um.
Viele Bürger leisteten Hand- und Spanndienste (Auszug aus Wikipedia: Hand- und Spanndienste waren eine Verpflichtung zu körperlicher Arbeit gegenüber dem Staat oder einem Herrscher, die unter dem historischen Begriff “Frondienst” zusammengefasst werden können. Hand- und Spanndienste wurden oft im Dienst der Allgemeinheit erledigt.).

Nach der Genehmigung des Bezugsrechtes für Baumaterialien konnten diese mittels Geld und Naturalien erstanden werden.

Am 1. Mai 1948 waren die Bauarbeiten beendet. Die Philippsheimer feiern seitdem ihre jährliche Kirmes zu Ehren des Namenspatrons Philippus an seinem Gedenktag -3. Mai- bzw. dem ersten Wochenende danach.

In einer Werkstätte der Weißen Väter in Großkrotzenburg bestellte man einen Altar mit Figurenaufsatz, der 1949 per Bahn in Philippsheim eintraf. über Geldspenden, freiwillige Abgabe von Speisekartoffeln und den Reinerlös einer Tombola wurde das Geld für die Bezahlung des Altars aufgebracht.




Nach dem Wiederaufbau der Kapelle hatte die “Katholische Filialgemeinde Philippsheim” ihre Aufgabe erledigt. Alle weiteren Veränderungen und Anschaffungen übernahm ab jetzt die Ortsgemeinde.

Nach wie vor blieb die Bereitschaft der Bewohner, für i h r e Kapelle ehrenamtlich zu arbeiten und bei notwendigen Anschaffungen großzügig zu spenden.

Es ist halt u n s e r e Kapelle.



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